Ausflugstipp – Wasserfälle – Cascades du Hérisson

Im französischen Jura, nicht weit von der Schweizer Grenze entfernt gibt es wunderschöne Wasserfälle, die uns 2011 ein in der Region wohnhaftes Fotoklub-Mitglied zeigte. Bettina und ich haben in der Zwischenzeit diese Region schon mehrmals besucht. Ich behauptete bis jetzt immer:

Wasserfallfotografie ist Schlechtwetterfotografie, denn der hohe Kontrastumfang von hell glitzerndem Wasser und dunklem, feuchten Felsen und nasser Erde bewältigt kein Sensor.

Diesen Frühling waren wir aber bei strahlendem Sonnenschein bei den Cascades du Hérisson. Wie soll das gehen? Dank vielen Schatten spendenden Bäumen und HDR gelangen uns trotzdem einige gute Aufnahmen.

Die Cascades du Hérisson bestehen aus 31 grösseren und kleineren Stufen. Es führt ein knapp 4 km langer Wanderweg parallel dazu, je nach Fotointensität braucht man mehr oder weniger lang für hin und zurück. Wir waren pro Kilometer rund eine Stunde unterwegs. An beiden Enden hat es Parkplätze. Am Samstag starteten wir von oben und parkierten auf dem grossen Besucherparkplatz beim Ort „La Fromagerie“ (GPS: 46°37’05.2″N 5°52’55.9″E). Am Sonntag starteten wir von unten und parkierten auf dem kostenpflichtigen Parkplatz in Val Dessus beim „Maison des Cascades“ (GPS: 46°36’54.6″N 5°50’42.0″E). Es gibt davor auch Gratis-Parkplätze, man muss einfach etwas weiter laufen.

Obwohl erst anfangs April war es schon sommerlich warm und es hatte noch genügend Wasser an allen Fällen. Optimal ist natürlich ein Besuch gleich nach Regenfällen, dann sprudelt es am stärksten. An einigen Orten standen wir mit unseren Stativen im flachen Wasser, um einen optimalen Standpunkt zu haben. Am Ende der Wasserfälle gibt es ein Besucherzentrum (Maison des Cascades) mit Restaurant und Bildern mit den Cascades zu den verschiedenen Jahreszeiten. So ergeben sich gleich neue Pläne:

Wie wäre es im Herbst? oder sogar einmal im tiefen Winter, wenn verschiedene Stellen der Wasserfälle zugefroren und mit grossen Eiszapfen versehen sind?
Und endlich möchten wir auch einmal einen Igel (Hérisson) sehen… 🙂

In der Region gibt es weitere interessante Wasserfälle, deshalb nennt sich das Gebiet auch „La vallée aux 7 cascades“, das Tal der sieben Wasserfälle.

Die folgenden Bilder sollen den Appetit auf diese Region und Art der Fotografie wecken. Alle Bilder habe ich mit dem Stativ aufgenommen, immer mit Polfilter um Spiegelungen auf dem Wasser zu vermeiden. Mit Autobracketing habe ich dann 5 – 9 Bilder gemacht, jeweils mit einer Blende Differenz von Bild zu Bild. Die Kamera war eine Nikon D750 (Kleinbildformat) und als Objektiv benutzte ich das Nikon 24-70mm / F2.8.